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Autor Thema: Bilsenkraut  (Gelesen 4320 mal)

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Bilsenkraut
« am: 03. September 2012, 21:56:38 »

Bilsenkraut


Deutsche Namen auch Bärwutz, Billerkrut, Bilsamkrut, Binselkraut, Dullbillerkrut, Dulldill, Fettkraut, Hunnemigenkrut, Kesselkraut, Maddekraut, Rasewurzel, Rindswurz, Roßzähne, Säukraut, Schlafkraut, Schweinkraut, Teufelsauge, Tollkraut, Tolldill, Verrenkwurzel, Zahnkraut, Zigeunerkraut.

Eine einjährige, im Süden auch zweijährige, sehr giftige Pflanze, die als halluzinogene Droge mißbräuchliche Verwendung findet und klassischer Bestandteil von Zaubertränken ist.

Der Name des Krautes soll sich im Pilsener Bier wiederfinden. Dem Bier setzte man vormals Samen des Bilsenkrauts zu, um dessen Wirkung zu verstärken. Bis ins 17. Jahrhundert hinein baute man zu diesem Zweck in Brauereinähe Bilsenkraut an. Man nimmt an, daß im Mittelalter auch bei Pilsen dieser Landbau betrieben wurde. Die Stadt Pilsen gilt als Heimat des Biers Pilsener Brauart.
Eine andere Deutung leitet den Namen von seiner Anwendung gegen Zahnschmerzen ab. Zahnschmerz hieß früher Zahnbüller, daher der Name Billerkrut.

Als magisch wirkendes Kraut soll das Bilsenkraut das Haus schützen, Dämonen binden und beruhigend wirken.

Gesammelt wird zu kräutermedizinischen Zwecken Juni bis Oktober die frische Pflanze, Blätter und Samen, die zu Essenz, Extrakt, Öl, Pflaster, Saft oder Tinktur verarbeitet werden.

Dieses Verordnungen gelten kräutermedizinisch als schmerzstillend, krampflösend und wirksam gegen Asthma.

Wegen der Giftwirkung ist von Eigenmedikation
dringend abzuraten!
 

Nach AGRIPPA von NETTESHEIM sollen pflanzliche Räucherungen geeignet sein Geister und Tiere anzuziehen oder abzuwehren und um Schätze zu sichern. Ein Rauch aus Koriander und Eppich oder Bilsenkraut nebst Schierling soll Dämonen augenblicklich sich versammeln. Man nenne diese Pflanzen daher auch Geisterkräuter.
 
 

 

 
   
Es gibt mehr als eine Wirklichkeit,
aber man sollte die Wirklichkeiten
nicht miteinander vermischen.


Dion Fortune