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Autor Thema: Miguel Martinez: Mein Hexenweg  (Gelesen 8644 mal)

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Miguel Martinez: Mein Hexenweg
« am: 05. September 2012, 07:50:43 »
An dieser Stelle möchte ich gerne mein eigenes Buch vorstellen, dass ich 2007 veröffentlicht habe: Mein Hexenweg

Als ich mein Buch schrieb, war ich sehr aktiv in vielen verschiedenen magischen Foren. Damals war es eine große Welle, zu allen möglichen Themen Foren aufzumachen und online mit gleichgesinnten zu reden. So auch zu den Themen von Magie und Hexerei. Immer wieder kam es vor, dass junge Neuhexen in diesen Foren um Rat fragten, welche Bücher man zu Anfang lesen sollte, um in die Thematik reinzukommen.

Mir fiel es immer schwer, darauf eine gute Antwort zu geben. Die meiste GUTE Literatur ist recht anspruchsvoll für Anfänger, setzt sehr viel Vorwissen voraus oder ist mit Vorsicht zu genießen, da einiges schon wieder überholt ist. Ich denke dabei an Werke von Frater Vidar, Dion Fortune &  Co.
Auf der anderen Seite gibt es sehr viel Literatur, die sich an Neulinge richtet, aber sehr schlecht ist. Ich denke dabei an Sachen wie Maja Sonderburgh, Kithara, Nicole de Pulford, Hexe Thea und so fort.

Und es gibt Sachen in der Mitte, die zwar gut sind, aber nicht 100% übernommen werden sollten, da sie doch recht einseitig sind und vieles verallgemeinern. Hier denke ich an Hexe Sandra und Silver Raven Wolf.

Es war mir wichtig, ein Hexenbuch zu haben, das zwar grundlegende basics erklärt, um Magie zu erleren; aber den Anfänger nicht überfordert und auch nicht von Anfang an in eine bestimmte Richtung drängt. Für mich ist Magie etwas sehr persönliches und individuelles, es gibt so vieles, was eine Frage der Perspektive ist und wo es gerade in der Magie keine absoluten Wahrheiten gibt, sondern nur individuelle Erkenntnisse.

Tja, und so entstand mein Buch. Am ehesten vergleichen würde ich "Mein Hexenweg" mit dem Buch "Wicca" von Scott Cunningham. Ich erkläre in mehreren Schritten basics der Magie und gebe nicht einfach fertige Zauber vor, sondern erkläre den Aufbau von Zaubern. Ich vermittle die Techniken, die man braucht, um seine eigene Magie (er)finden zu können und seine eigenen Zauber schreiben zu können.

Um nur mal ein Beispiel zu zeigen:
Ich erkläre im zweiten Kapitel, dass Gott und Göttin im Hexenglauben nicht per se existieren. Wir Menschen haben zwei Geschlechter, Mann und Frau. Und wir neigen aufgrund dieser Zweiteilung unserer Spezies zu einem polaren denken. Dass wir überhaupt Tag und Nacht, warm und kalt, hell und dunkel, etc. DENKEN, liegt daran, dass wir es von Geburt an gewohnt sind, Dinge in zwei Kategorien und in Gegensätze einzuordnen.
Gott und Göttin entstehen somit erst durch unser Denken. Und WEIL sie durch unser Denken erst entstehen, können sie individuell sehr verschieden sein. Manche betrachten die Kälte des Winters als weiblich und sehen die Götin als Regentin des Winters an, da Assoziationen wie kalt, dunkel, feucht, tot für sie weiblich belegt sind. Es wäre aber auch das Gegenteil denkbar, dass man warm, hell, freundlich, fruchtbar als weibliche Attribute empfindet und deswegen der Göttin den Sommer zuordnet.

Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur das persönliche Empfinden. Bei der Frage, wer, wie und was Gott und Göttin sind, muss jeder Mensch sich fragen, was er in sich selbst trägt und mit ihnen assoziiert. Kein Buch kann sagen, was richtig oder falsch ist, arbeiten kann man grundsätzlich mit jeder Göttin und jedem Gott.

Hier steckt auch eine Fehlerquelle für Magie:
wenn ich in einem Buch lese, dass ich für einen Schön-Wetter-Zauber die Göttin anrufen sollte, aber tief in mir Weiblichkeit mit kühl, nass und dunkel assoziiere, geht der Zauber womöglich schief, da der Zauber nicht zu dem passt, was ich selber glaube.

Der Glaube muss nicht erfunden werden oder geformt werden, er ist instinktiv in jedem von uns drin. Wir müssen nur suchen und ihn finden, dann kommt die Magie von alleine.

Aus diesem Grund heißen mein Buch und meine Webseite auch "Mein Hexenweg" und nicht "Der Hexenweg". Ich stelle meinen persönlichen, individuellen Weg vor, den ich in mir gefunden habe und ich will anderen helfen, ihren persönlichen, individuellen Weg zu finden. Völlig egal, ob es Thelema oder Wicca, christlich oder heidnisch, Huna oder Schamanismus ist.

Magie ist in jedem von uns.