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Autor Thema: Fenchel  (Gelesen 7680 mal)

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Fenchel
« am: 06. September 2012, 10:46:41 »
Fenchel
 

Eine seit Jahrhunderten geliebte Heilpflanze ist der Fenchel. Ursprünglich kommt der Fenchel aus dem Mittelmeerraum zu uns, da er viel Wärme und kalkreiche Böden liebt.

Der zwei- bis mehrjährige Fenchel erblüht von Juli bis September. Im September und im Oktober, wenn die Früchte gereift sind, ist die Haupt-Sammelzeit des Fenchels. Danach wird er getrocknet und gut verschlossen gelagert.

Fenchel als Nahrungsmittel
Fenchel hat einen leichten Lakritzgeschmack und wird in Indien nach fast jedem Essen in kleinen Mengen als Verdauungshilfe gegessen.
Bei Blähungen hilft am besten Fencheltee. Dazu pro Tasse einen Teelöffel Fenchelsamen mit kochendem Wasser aufbrühen.

Geschichtliches und Sagen um den Fenchel
Traditionell bekamen Frauen nach der Entbindung Fenchel geschenkt... um Fliegen vom Baby abzuhalten und um mit einem daraus zubereiteten Tee die Milchproduktion anzuregen.

"Mit Wasser getrunken sänfftiget er den Unwillen und die Hitze deß Magens"
Dioskurides empfahl den Fenchel bei Unwohlsein des Magens und Sodbrennen.

Fenchel am Johannistag in die Schlüssellöcher des Hauses gesteckt, ließ die unerwünschten Geister das ganze Jahr nicht mehr herein!

"Begierde zum Essen, stärcket die leiblichen Geister und mehret den natürlichen Samen/ richtet die hangenden Mannsruten wieder auf"
Plinius

Fenchel macht also müde Männer wieder munter!

Plinius gab dem Fenchel auch den Namen Foeniculum, was so viel wie Heu bedeutet. Getrocknetes Fenchelkraut sieht tatsächlich etwas wie Heu aus...

Wirkung und Anwendung von Fenchel

    Bindehautentzündungen
    Blähungen
    Bronchitis
    Husten
    Lidrandentzündungen
    Magenschmerzen
    Verdauungsbeschwerden
    Erbrechen
    Augenschmerzen
    Unterstützt Magen und Darm
    Koliken
    Wurmbefall
    Muskel- und Rheumaschmerzen
    Fördert den Milchfluss


Wissenschaftliches zum Fenchel
Fenchel enthält antibakterielle und antivirale Inhaltsstoffe, er ist zudem beruhigend und entkrampfend. Die Kommission E und die ESCOP empfehlen den Fenchel bei Magen- und Darmproblemen als auch bei Entzündungen in den Atemwegen.

Verwendet werden die Früchte

Gesammelt wird im September und im Oktober

Speziell geeignet auch für Säuglinge und Kleinkinder.

Tipp: Früchte kurz vor der Zubereitung mit dem Mörser zerkleinern.


    Tee
    1 Esslöffel gemörserte Fenchelsamen mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. Einige Minuten ziehen lassen und mit Honig gesüßt genießen.

    Augenwasser
    1 Esslöffel Samen mit 1/4 l Wasser aufkochen lassen, 1 Teelöffel Augentrost und 1/4 Teelöffel Kochsalz dazu, 10 Minuten ziehen lassen. Mischung abfiltern und die Kräuter im Tuch als Augenpresse verwenden.
    Der Sud eignet sich als Augenspülung.

    Gegen Blähungen
    1 Teelöffel Fenchelsamen mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Lauwarm trinken.

    Bei nervösen Magenbeschwerden
    30 g Melissenblätter
    50 g zerstoßene Kümmelfrüchte
    30 g Fenchelfrüchte
    20 g Hopfenzapfen
    2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
    Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.

    Bei nervösem Magen mit Blähungen
    30 g zerstoßene Fenchelfrüchte
    30 g zerstoßene Kümmelfrüchte
    30 g Baldrianwurzel
    15 g Melissenblätter
    15 g Kamillenblüten
    2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben. Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.

    Fenchel hat im rohen oder im gedünsteten Zustand eine positive Wirkung auf Magen und Darm. Gleichzeitig enthält er auch sehr viel Vitamin C.

    Bauchschmerzen
    Bauchschmerzen wird man mit diesem Tee einfach und schnell los: einen Esslöffel Fenchel- und Kümmelsamen sowie getrocknete Minzeblätter in eine Teekanne. Übergießen  mit heißem Wasser und  etwa zehn Minuten ziehen. Dann absieben und trinken. Die Kräutermischung lindert Krämpfe.

    Fenchel bringt die Milch zum fließen
    Stillende Frauen, die Fencheltee trinken, produzieren mehr Muttermilch. Früher war es deshalb Tradition, Frauen nach der Entbindung Fenchel zu schenken.
    Ein weiterer Pluspunkt, der für Fenchel spricht: Bestimmte beruhigende und verdauungsfördernde Inhaltsstoffe des Fenchels werden über die Milch vom Baby aufgenommen.

    Das Baby hat Bauchschmerzen? Fencheltee hilft!
    Blähungen und Magen-Darmkrämpfe bei Babys und kleinen Kindern können mit Fencheltee gelindert werden. Den Tee sollte man allerdings möglichst ungesüßt geben: Zucker, Honig u.ä. schaden bei Bauchschmerzen mehr, als sie nützen.
    Die im Fenchel enthaltenen ätherischen Öle wirken krampflösend bei Bauchschmerzen.

    Man kann bei Kindern Fencheltee übrigens auch als Schlaftee einsetzen...

    Thema Husten: Fencheltee hilft auch hier
    Ein Klassiker bei Husten ist Fencheltee. Er löst den Schleim, ist auswurffördernd und wirkt entkrampfend.
    Verantwortlich dafür ist das in den Samen enthaltene ätherische Öl. Dieses steigert die Bewegung der Flimmerhärchen in der Lunge und in den Atemwegen, so daß Schleim leichter abgehustet werden kann. Bei Husten sollte man deshalb fünfmal am Tag je eine Tasse Fencheltee trinken. Wer möchte, kann ihn mit Honig süßen.
        






 

 

 

 
Es gibt mehr als eine Wirklichkeit,
aber man sollte die Wirklichkeiten
nicht miteinander vermischen.


Dion Fortune

Gogyou

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Re: Fenchel
« Antwort #1 am: 14. September 2012, 07:42:52 »
Fenchel
 

    Augenwasser
    1 Esslöffel Samen mit 1/4 l Wasser aufkochen lassen, 1 Teelöffel Augentrost und 1/4 Teelöffel Kochsalz dazu, 10 Minuten ziehen lassen. Mischung abfiltern und die Kräuter im Tuch als Augenpresse verwenden.
    Der Sud eignet sich als Augenspülung.


äh hier schreite ich mal eben ein, gerade weils um die Augen, als eines der empfindlichsten Organe am Körper geht.

Das Wasser bitte vor der Verwendung mindestens 5 Minuten kochen lassen, wegen der Keimzahl. Sonst droht bei der Verwendung ne Entzündung im Auge!
Und das bitte nicht mit dem ersten Arbeitsschritt kombinieren, da sonst die ätherischen Öle vom Fenchel verfliegen und der dann auch genauso gut ausgelassen werden kann.
Also Wasser 5 Minuten kochen, abkühlen lassen und dann darf der Fenchel gerne dazu, wie sinnvoll das nochmalige aufkochen ist, sei mal dahin gestellt, wir wissen glaub ich alle dass ätherische Öle bei Wärme schnell verfliegen, und die sind nunmal der Wirksame Bestandteil bei Fenchel.

Ansonsten wenn man das Auge nicht reizen will, sollte man mit dem Kochsalz ebenfalls deutlich genauer arbeiten, unproblematisch ist gerade am Auge nur eine 0,9%-ige Kochsalzlosung, alles andere tut weh, also bei 250 ml Wasser 2,25 g Salz.

Wer den Sud verwendet, bitte nur am Tag der Zubereitung, da Wasser wieder sehr anfällig für Keime ist und wasserhaltige Zubereitungen nur 1 Tag haltbar sind, wenn keine Konservierungsstoffe drin sind. Alternativ, in ne dunkle Flasche füllen, luftdicht verschließen und kaltstellen, dann könnte es noch ein bisschen länger halten, da Fenchel ja auch leicht antibakteriell wirkt.